Presse
29.04.2014, 14:45 Uhr
Exkursion zur Stuttgart 21
Die größte Baustelle Europas kommt auch Friedrichshafen und dem Oberland zugute – davon konnte sich eine Gruppe von Bürgern bei einer Besichtigung der Bauarbeiten auf der Neubaustrecke Ulm-Stuttgart und Stuttgart 21 überzeugen.
Eingeladen hatte der Ortsverband der CDU mit ihrem Vorsitzenden Manuel Plösser. Das vielfältige Programm wurde durch Vermittlung des CDU-Landtagsabgeordneten Ulrich Müller ermöglicht.
 
Um den Nutzen für den Raum Friedrichshafen klar zu machen: Ohne die Großmaßnahme zwischen Ulm und Stuttgart und ohne die damit zusammenhängende Elektrifizierung der Südbahn braucht man vom Hafen zum Hauptbahnhof Stuttgart heute 2 Stunden und 20 Minuten Fahrtzeit. Künftig sind es ca. 1 Stunde und 40 Minuten. Zum Flughafen Stuttgart verkürzt sich die Fahrtzeit von über 3 Stunden auf rund 1 Stunde und 30 Minuten. 
 
Die Bauarbeiten kommen voran, auf der Albhochfläche, wo die Bahnneubaustrecke weitestgehend parallel zur Autobahn gelegt wird – die ihrerseits ausgebaut wird. Dort sieht man schon fast auf der ganzen Länge gewaltige Erdbauarbeiten, hier, wo es keine politischen Widerstände gibt, ist der Baufortschritt größer als geplant: Man könnte ein Jahr früher fertig sein und die Kosten um 10 Prozent reduzieren. Wo gibt es denn sowas?
 
Anders im Raum Stuttgart, wie die Besuchergruppe aus Friedrichshafen erfahren musste. Dort wurden die Teilnehmer von keinem geringeren als dem Chef der gesamten Öffentlichkeitsarbeit, dem Sprecher für das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm, Wolfgang Dietrich, empfangen, der schilderte, dass aus dem Umwelt- und aus dem Verkehrsministerium noch in keinem Fall die Hilfe kam, zu der sich das Land im Rahmen der Verträge verpflichtet hätte. Entsprechend werde es hier zu Mehrkosten und Verzögerungen kommen. Allerdings ist auch in Stuttgart gut sichtbar längst der Punkt erreicht, von dem aus es zum Glück kein zurück mehr gibt. 
 
Wie erstklassig die Gruppe „bedient“ wurde, wurde auch daran deutlich, dass ein hochqualifizierter Bauingenieur, der übrigens auch für den Bau der Messe Friedrichshafen verantwortlich war, die interessierten Häfler Bürger den ganzen Tag fachkundig begleitete. Er beklagte, dass die berufliche Kompetenz der vielen an diesem in Fachkreisen weltweit beachteten am Projekt beteiligten Fachleute von gewissen Politikern und Meinungsmachern immer wieder völlig unsinnig heruntergesetzt werde – eine Beobachtung, die Manuel Plösser nur bestätigen konnte.
 
Die Besucher, die einen breiten Querschnitt von interessierten und engagierten Bürgern Friedrichshafens darstellten, waren überaus beeindruckt, was hier alles „vor unserer Haustüre“ passiert. Ulrich Müller konnte auf der ganztägigen Busexkursion mit fachkundigen Erläuterungen auch aus seiner Zeit als Verkehrsminister zusätzliche „Sehhilfen“ geben, um das erlebte einzuordnen.
 
Manuel Plösser nutzte die Chance und lud Herrn Dietrich zur Fährefahrt des Stadtverbandes ein. Dieser wird nun Redner und Ehrengast der nächsten Veranstaltung sein. „Politik lebt von Information und Gesprächen vor Ort“ - aus diesem Grund ist die nächste Veranstaltung bereits in Vorbereitung.
 
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