Presse
26.03.2014, 17:14 Uhr
CDU-Fraktionschef Achim Brotzer stolz auf eine starke Liste
Im SÜDKURIER-Gespräch vor der Kommunalwahl legt der Politiker Wert auf Vertrauen zwischen Verwaltung und den anderen Fraktionen im Rat. 

Locker, entspannt und trotzdem mit einer gehörigen Portion Leidenschaft – so stellt sich der Fraktionschef der CDU-Gemeinderatsfraktion Achim Brotzer in Friedrichshafen den langsam anlaufenden Wahlkampf für die Kommunalwahlen am 25. Mai vor. Leidenschaft hat der 51-jährige Rechtsanwalt in den vergangenen Jahren im Häfler Rat bewiesen. Nicht umsonst wählte ihn seine Fraktion genau vor zwei Jahren als Nachfolger von Johannes Brugger zu ihrem Vorsitzenden. Über seine Rolle im Kommunalparlament, die anstehende Arbeit vor der Wahl und Visionen für die Zeppelinstadt sprach der SÜDKURIER mit dem Senkrechtstarter in der Friedrichshafener Kommunalpolitik. Achim Brotzer ist ein Mann, der seine Überzeugungen leidenschaftlich vertreten kann und dabei eine klare Sprache wählt, um Farbe zu bekennen.

Er ist aber auch ein Politiker, der den Ausgleich sucht und der weiß, dass Kompromisse in der politischen Arbeit in vielen Fällen unumgänglich sind. Dazu gehört das gegenseitige Vertrauen zwischen den Vertretern der Verwaltung, aber auch zu den anderen Fraktionen und Mitgliedern im Gemeinderat. Sein Wunsch für die Arbeit der kommenden fünf Jahre: „Dass wir uns auch weiterhin, wie schon heute, eng an der Sache orientieren, uns gemeinsam für als sinnvoll erkannte Ziele einsetzen und zum Wohle des Ganzen an einem Strang ziehen.“

Um in diesem Sinne politisch weiterarbeiten zu können hofft Achim Brotzer darauf, die Zahl von derzeit elf der 40 Sitze im Gemeinderat behaupten zu können! „Das ist unser vorrangiges Ziel“.

Über eine Verstärkung seiner Fraktion würde sich deren Chef durchaus herzlich freuen. Chancen dafür sieht er. Die Kandidatenliste der CDU wird von ihm als attraktiv angesehen. Besonders stolz ist Brotzer darauf, dass es gelungen ist, neben den alten Hasen 20 völlig neue Gesichter zu finden, die sich politisch engagieren wollen. Bei manchen der angesprochenen Leute galt es Ängste vor der möglichen Aufgabe im Rat abzubauen. Dabei half die Tatsache, dass bei der Kandidatensuche eine Mitgliedschaft in der CDU keine Voraussetzung war. „Wir machen ja schließlich hier Kommunalpolitik. Das sind andere Voraussetzungen als für ein Bundes- oder Landesparlament.“ 13 der 20 Neulinge auf der CDU-Liste gehören nicht der Union an. Brotzer selbst war bei seiner ersten Kandidatur 2009 ebenfalls noch nicht Parteimitglied.

Wichtig war und ist es Brotzer engagierten Menschen zu vermitteln, dass die Arbeit in einem Ratsgremium nicht nur viel Arbeit mit sich bringt. „Es macht Freude, sich in einem Gremium einzubringen und hier zu gemeinsamen Zielen und Ergebnissen zu kommen.“ Im Vordergrund stehe immer die Sache und in der Folge die Frage: „Wie kommen wir zu einem Ergebnis, das der Kommune dient?“. Dazu kommt, dass jeder Politiker täglich hinzulerne.

In diesen Bereich fällt auch das Streben, die Bürger in politische Entscheidungen mit einzubeziehen, noch bevor die Grundsatzentscheidungen gefällt sind. „Mittlerweile haben wir eine gute Kultur bei der Bürgerbeteiligung, die sich sehen lassen kann“, kommentiert Brotzer die Entwicklung der vergangenen Jahre. „Es ist ein guter Stil, die Menschen in wichtigen politischen Entscheidungen mit einzubinden.“ Als Beispiel nannte er die Beteiligungsangebote bei der Erarbeitung des Bäderkonzepts oder in der Planung des Karl-Olga-Parks.

Bei den zahlreichen Aufgaben, der sich eine Kommune stellen muss, steht der Begriff „familienfreundliche Stadt“ bei Brotzer an vorderer Stelle. Dabei ist ihm wichtig, dass Familien Wahlmöglichkeiten für die Gestaltung ihres Lebensumfelds haben sollten. Verpflichtende Schulformen, wie die Gemeinschaftsschule, lehnt er deshalb ab. Dieses Angebot könne es schon geben, aber andere Angebote parallel dazu wären für ihn wünschenswert.

Das konkrete Wahlprogramm der Häfler CDU erhält derzeit in Abstimmung mit allen Ortsvereinen den Feinschliff. Es soll Ende April/ Anfang Mai vorgestellt werden. In den vier Wochen vor den Wahlen will die CDU auf den Märkten der Stadt präsent sein und verspricht dafür Überraschungen.

Ab Mitte April sind CDU-Stammtische geplant, zu denen die Bürger eingeladen werden. Weitere Veranstaltungen sind in den Ortschaften vorgesehen.

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